Über uns

Über uns – Kollektiv

Après SHE*

Wir sind Après SHE*, ein Theater- und Performancekollektiv aus Leipzig. Seit unserer Gründung im Jahr 2022 widmen wir uns in unserer künstlerischen Arbeit zentralen Fragen rund um Macht, Herrschaft und gesellschaftlichen Normierungsprozessen. Aus einer queerfeministischen Perspektive beleuchten wir das Spannungsfeld zwischen Hoch- und Subkultur und hinterfragen kritisch die bestehenden Bedingungen von Kunstproduktion, Rezeption und die darin enthaltenen klassistischen Strukturen. Dabei setzen wir auf einen humorvollen Zugang, der Leichtigkeit mit Tiefe verbindet. Statt erhobenem Zeigefinger suchen wir nach einer Sprache, die zum Nachdenken anregt und zugleich zum Lachen bringt.

Unsere Inszenierungen verbinden Sound, Musik und visuelle Elemente wie Videoarbeiten und Projektionen zu immersiven Bühnenräumen, die auf mehreren sinnlichen Ebenen wirken. Dabei verstehen wir unsere Arbeit als forschenden Prozess, der unterschiedliche Medien miteinander verwebt und neue ästhetische Erfahrungsräume eröffnet.

In unseren Arbeiten geht es uns um die Schaffung von Räumen, in denen kritische Auseinandersetzungen und neue Perspektiven entstehen können. Zudem wollen wir in unseren Inszenierungen vielschichtige Figuren, Themen und Bilder darstellen, die tief in die individuellen Erfahrungswelten des Publikums eintauchen. ​

Theater ist für uns nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein vermittelndes Medium – ein Raum, in dem politisches und gesellschaftliches Bewusstsein geschärft wird. Unsere Arbeit zielt darauf ab, Impulse zu setzen und Reflexionsprozesse auszulösen, die das Publikum dazu ermutigen, gesellschaftliche Themen und persönliche Erfahrungen auf neue Weisen zu betrachten.

Unsere Kunst ist politisch: Wir arbeiten kollektiv und zugänglich. Mit vielfältigen Stimmen schaffen wir offene Räume für Austausch und Teilhabe. Theater verstehen wir als Ort gemeinschaftlicher Erfahrung und individueller Reflexion.​

In Zukunft möchten wir als Kollektiv unser Schaffen auf die politische Arbeit mit Jugendlichen ausweiten. Neben den Produktionen auf der Bühne wollen wir Projekte ins Leben rufen, in denen wir im Namen des Kollektivs theaterpädagogisch und diskursfördernd mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Team

Paulina Stert

Paulina Stert

ist seit 2018 in Leipzig als Kulturschaffende sowie als Musik- und Theaterpädagogin tätig. Sie leitet seit 2023 ein feministisches Musiktheaterprojekt am Ost-Passage Theater und arbeitet als Dozentin an der Rahn Education sowie in der LRS-Lernförderung. Seit 2020 ist sie regelmäßig in freien Theaterproduktionen in Leipzig, Halle und Chemnitz aktiv und bietet zudem theaterpädagogische Vermittlungsformate an. Künstlerisch fokussiert sie sich seit 2022 vor allem auf kollektive Arbeitsprozesse im Rahmen des Theaterkollektivs Après SHE*. Darüber hinaus engagiert sie sich in der Kinder- und Jugendtheater-AG des Ost-Passage Theaters sowie in stadtteilpolitischen Initiativen im Leipziger Osten, mit dem Ziel, eine solidarische und barrierearme Nachbarschaft mitzugestalten. Seit Oktober 2024 studiert sie den Masterstudiengang Elementare Musik- und Tanzpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.

Tina Bolle

Tina Bolle

zog nach ihrem Abitur 2015 nach Leipzig, wo sie ein Freies Soziales Jahr Kultur an einer privaten Grundschule für Musik und Theater absolvierte. Anschließend studierte sie Theaterwissenschaft, Sonderpädagogik und Philosophie (Abschluss 2024). Sie arbeitet nebenberuflich als Förderlehrerin und seit 2015 auch freischaffend als Schauspielerin, Performerin, Regieassistenz und Regisseurin in zahlreichen Projekten mit, u.a. am Schauspiel Leipzig, Neues Schauspiel Leipzig, Schaubühne Lindenfels und Ost-Passage Theater. 2022 gründete sie zusammen mit Paulina Stert das queerfeministische Theaterkollektiv Après SHE*, in dem sie zentrale konzeptionelle, darstellerische und inszenatorische Rollen übernimmt. Sie ist ebenso Teil des Carminski Hauser Kollektiv, wo sie 2023 die Rolle der Regieassistenz bei der Produktion When There Is Nothing Left To Burn einnahm und im kommenden Jahr Teil der Produktion Mütter und Kind, das wir selbst sind: die Suche nach Karel Poláček sein wird. Aktuell läuft die Inszenierung von Après SHE* von Wolfram Lotz — Das Ende von Iflingen, an den Cammerspielen Leipzig.